Uwe Wolfsdorff, Rüdiger Schäfer und die Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und Dr. Rainer Bovermann (v. l. n. r.) sprachen über das Ehrenamt bei der Feuerwehr. Am vergangenen Dienstag besuchten MdL Hubertus Kramer (SPD) und MdL Prof. Dr. Rainer Bovermann (SPD) die Feuer- und Rettungswache der Stadt Gevelsberg.
Die beiden Landtagsabgeordneten informierten sich vor Ort über verschiedene Möglichkeiten zur Förderung und Stärkung des Ehrenamtes Freiwillige Feuerwehr im Land NRW am Beispiel der Stadt Gevelsberg.
Hier hat der Träger des Feuerschutzes mehrere beispielhafte Projekte ingeführt, um ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr zu erhalten und zu fördern:
Seit zwei Jahren gibt es das Gevelsberger Ehrenamtsparbuch. Im Rahmen eines Punktesystems werden alle Feuerwehrtätigkeiten eines aktiven Feuerwehrangehörigen erfasst.
Die von Politik und Verwaltung bereitgestellte Summe von 20.000 Euro wird dann gemäß der erhaltenen Punkte und des daraus ermittelten Geldbetrages
auf die Sparbücher der aktiven Kameradinnen und Kameraden verteilt.
Die Jugendfeuerwehr und die Ehrenabteilung der Feuerwehr Gevelsberg erhalten einen Betrag von jeweils 1000,- Euro zur Jugendarbeit bzw. zur Pflege der Kameradschaft.
Am Jahresende erhält jeder aktive Angehörige der Einsatzabteilungen dann einen gewissen Betrag auf sein persönliches Sparbuch. Dies ist jedoch keinesfalls als Bezahlung zu verstehen, sondern als kleines Dankeschön für geleistete freiwillige Tätigkeit zum Wohl der Allgemeinheit.
Des weiteren lädt die Stadt alle zwei Jahre zum "Gevelsberger Feuerwehrfamilientag". Alle Feuerwehrangehörigen und ihre Familien verbringen einen gemeinsamen Nachmittag bei gutem Essen, Spielen und Wettkämpfen in geselliger fröhlicher Runde.
Die letzten beiden Familientage fanden im Gevelsberger Erlebnispark statt.
Insbesondere den Familien soll hiermit ein Dank geleistet werden, da sie oft genug auf den Feuerwehrangehörigen im täglichen Familienleben verzichten müssen.
MdL Kramer und MdL Prof.Dr. Bovermann informierten sich darüber hinaus über die Ausstattung der Feuerwehrangehörigen mit persönlicher Schutzkleidung.
Feuerwehrangehörige die ihren Dienst zur Sicherheit und zum Wohle der Bürger einer Stadt verrichten, müssen vom jeweiligen Träger des Feuerschutzes mit einwandfreier und dem Stand der Technik entsprechender persönlicher Schutzkleidung ausgestattet sein.
Stadtbrandmeister Rüdiger Schäfer und sein Stellvertreter Uwe Wolfsdorff erklärten hierzu das Gevelsberger Ausrüstungskonzept. Die Schutzkleidung muss zur Sicherheit der eingesetzten Kräfte auf hohem Niveau sein. Defizite mit persönlicher Schutzausrüstung führen unweigerlich, neben den primären auftretenden Sicherheitsproblemen für Einsatzkräfte, zu verständlichen Motivationsstörungen bei den Mitgliedern einer Feuerwehr.
Die Stadt Gevelsberg ist sich ihrer Verantwortung für die Einsatzkräfte absolut bewusst und stellt daher hohe Summen für die Ausrüstung der Feuerwehr jährlich, auch in Zeiten schwierigster kommunaler Finanzplanung, in den städtischen Haushalt.
MdL Kramer und MdL Prof.Dr. Bovermann diskutierten abschließend noch mit der Gevelsberger Wehrführung über die Jugendarbeit in der Feuerwehr und besprachen Möglichkeiten zur Förderung und Intensivierung von ehrenamtlichem Engagement während der Kinder- und Jugendzeitphase in den Feuerwehren.