Im Gespräch bei der GdP: Der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Peter Hugo, der stellvertretende Leiter des Polizeipräsidiums Hagen, Thomas Busch, Polizeipräsidentin Ursula Steinhauer und MdL Hubertus Kramer (von links). Hagen. Wie jedes Jahr nahm der heimische Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer am Dienstag (24. November) an der Jahreshaupt-
versammlung der Kreisgruppe Hagen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) teil.
Neben landespolitischen Themen nahmen in diesem Jahr vor allem auch bundespolitische Themen breiten Raum bei der Zusammenkunft ein. Der stellvertretende Vorsitzende der GdP Nordrhein-Westfalen, Peter Hugo, kritisierte massiv den Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP auf Bundesebene und hier insbesondere die geplanten Steuerentlastungen als „unsozial“.
Die Steuerentlastungen kämen eben nicht Einkommensschwächeren zu Gute, sondern ausschließlich denen, die ohnehin stärkere Schultern hätten. Zudem fehle das Geld letztlich insbesondere Ländern und Kommunen zur Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben. Mit Blick auf die schwarz-gelben Planungen im Gesundheitsbereich warnte Peter Hugo vor einem Angriff auf die sozialen Sicherungssysteme in unserem Land.

Bei der Jahreshauptversammlung der GdP Hagen: MdL Hubertus Kramer und der Hagener GdP-Kreisvorsitzende und Personalratsvorsitzende der Hagener Polizei, Helmut Dillmann.
Mit Blick auf die Arbeit der Landesregierung warnte Peter Hugo vor Gedankenspielen zu einer „Billigpolizei“ etwa für Aufgaben des Objektschutzes und damit einer Rückkehr zum „Dreiklassenrecht“ innerhalb der Polizei. Ebenfalls kritisch bewertete er die Tatsache, das die Gutachten zum Altersaufbau der Polizei und die sich daraus ergebenden Konsequenzen seit langem unter Verschluss gehalten werden.
Der Hagener GdP-Kreisvorsitzende Helmut Dillmann, der in der Versammlung einstimmig im Amt bestätigt wurde, konnte von einer durchweg positiven Entwicklung seiner Gewerkschaft in Hagen berichten. So stieg die Mitgliederzahl der GdP Hagen auch im letzten Jahr weiter kontinuierlich an.