SPD bedankte sich im vollbesetzten "Filmriss"-Kino bei Ehrenamtlichen
Im vollbesetzten "Filmriss"-Kino bedankte sich die SPD wie in jedem Jahr bei den Menschen, die in Gevelsberg durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten die Gesellschaft lebenswerter machen. Den mit 500 Euro dotierten Ehrenpreis erhielt in diesem Jahr das Pastoren-Ehepaar Horst und Christa Renneberg.
Seit fünf Jahren hat es bei den Gevelsberger Sozialdemokraten Tradition, sich mit einer kulturellen Veranstaltung zu bedanken bei denjenigen, deren Wirken in den unterschiedlichsten Lebensbereichen eine ganze Menge an Freizeit kostet im Dienst an den Mitmenschen.
In diesem Jahr war dafür Stefan Keim nach Gevelsberg gekommen, um als "Heinz Erhardt" in einem knapp zweistündigen Programm Anekdoten, Lieder und auch privates aus dem Leben des großen Komikers zum besten zu geben, schon bei der Begrüßung mit den Worten "Guten Abend, ich heiße Heinz Erhardt - und Sie herzlich willkommen" glaubten die Gäste fast, der vor 100 Jahren geborene und vor 30 Jahren verstorbene Künstler stehe leibhaftig auf den Brettern, welche die Welt bedeuten.
Zuvor aber hatte SPD-Vorsitzender Hubertus Kramer das Ehepaar Horst und Christa Renneberg ausgezeichnet. Horst Renneberg, im Jahre 1968 als Diakon in die evangelische Gemeinde Berge gekommen, ist seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in vielfältiger Weise bekannt. Schon 1973 begleitete er gemeinsam mit seiner Frau den Bau des Gemeindezentrums, Seniorenabende, die Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, der Posaunenchor und vieles mehr wurde in Rennebergs Amtszeit begründet - daß Horst Renneberg seit einigen Jahren im Ruhestand ist, merke man eigentlich gar nicht, so aktiv sei er nach wie vor, so Kramer in seiner Laudatio.
Mehr als nur die "Frau des Pastors" war in vier Jahrzehnten Christa Renneberg: Ihre Aktivitäten für die Frauenhilfe, aber auch das eigenständige Erledigen von Amtsgeschäften ihres Mannes, wenn dieser gerade wegen seiner seelsorgerischen Tätigkeit abwesend war - die Anekdote: "Sie brauchen sich nicht mehr darum zu kümmern, ihre blonde Mitarbeiterin hat schon alles erledigt", oft gehört auch von Nicht-Gemeindemitgliedern, für die Horst und Christa Renneberg auch stets präsent waren - dieses erzählt Horst Renneberg mit einem Schmunzeln gern.
Ende der 1980er Jahre nahm die Idee Form an, in Gevelsberg eine Einrichtung zu schaffen, in der betagte Mitbürgerinnen und Mitbürger in Würde und so weit wie möglich selbständig leben können: Das "Dorf am Hagebölling" ist eine Idee von Horst Renneberg, im März 1998 wurde es nach 10 Jahren langem Atem eingeweiht und ist heute das "offene Haus", welches sich Rennebergs gewünscht hatten.
Der lange Applaus im vollbesetzten "Filmriss" zeigte: Die Juroren, Bürgermeister Claus Jacobi, Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke und der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Püster, hatten mit dem Ehepaar Renneberg als Preisträger des Jahres 2009 eine gute Wahl getroffen.
Wie im Vorjahr, als der "Förderverein für das Zentrum für Kirche und Kultur" ausgezeichnet wurde, gilt auch in diesem Jahr: Der Preisträger soll quasi Stellvertreter sein für alle diejenigen, die in Gevelsberg ehrenamtlich und mit menschlichem Engagement für das Gemeinwohl tätig sind.